Filme über kreatives Denken: Erfinder und Ingenieure

Filme über Menschen, die eine konkrete Aufgabe lösten und dabei etwas erfanden, das es vorher nicht gab.

24.8.2026
Filme über kreatives Denken: Erfinder und Ingenieure
Teil 1 von 7: Erfinder und Ingenieure

Filme über kreatives Denken: Erfinder und Ingenieure

Teil eins von sieben. Filme über Menschen, die eine konkrete Aufgabe lösten und dabei etwas erfanden, das es vorher nicht gab.

Die Reihenfolge ist beliebig, aber dieser Teil erzeugt die gleichmäßigste Stimmung: Die Geschichten handeln hier vor allem davon, wie etwas gelingt.

Ford v Ferrari / «Le Mans 66 – Gegen jede Chance» (2019)

Ein amerikanischer Konzern will Le Mans gewinnen und holt sich einen Konstrukteur, der ein Auto bis an die Grenze bringen kann.

Themen: die technische Iteration (Test, Ausfall, Nachbesserung, erneuter Test), das Vertrauen zwischen Konstrukteur und Testfahrer, der Zusammenprall einer technischen Entscheidung mit der Konzernpolitik, die Intuition des Meisters gegen das Berichtswesen.

Nachklang: belebend, mitreißend, mit dem Gefühl eines ehrlichen Sieges. Einer jener Filme, nach denen man etwas mit den Händen bauen oder reparieren möchte.

Hidden Figures / «Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen» (2016)

Drei Frauen bei der NASA der frühen Sechziger berechnen Flugbahnen, eignen sich eine neue Rechenmaschine an und verändern nach und nach die Regeln um sich herum.

Themen: Kompetenz als Weg, sich in einem geschlossenen System einen Platz zu nehmen, eine neue Technologie beherrschen, bevor sie die eigene Arbeit verdrängt, Mathematik im Team unter Termindruck, ein Umfeld, das sich gegen Talent wehrt.

Nachklang: inspirierend und hell, zugleich mit einem klaren Bodensatz an Ungerechtigkeit. Man geht zufrieden hinaus, aber nicht eingelullt.

The Man Who Knew Infinity / «Die Poesie des Unendlichen» (2015)

Ein Autodidakt aus Madras kommt mit Heften voller intuitiv gefundener Formeln nach Cambridge. Sein Mentor verlangt Beweise.

Themen: Intuition und strenger Beweis als zwei verschiedene Stufen, das Verhältnis von Schüler und Mentor, die kulturelle Barriere innerhalb der Wissenschaft, der Preis der Anerkennung.

Nachklang: leise, berührend, mit Trauer im Finale. Ein klassisches britisches Biopic, das über die Beziehung zweier Menschen packt.

Flash of Genius / «Ein Funke Genialität» (2008)

Ein Dozent erfindet das Intervallwischen, indem er die Arbeit des menschlichen Augenlids nachbildet, und findet seine Lösung dann in fremden Autos wieder.

Themen: Urheberschaft und ihre rechtliche Form, Prinzipientreue gegen Kompromiss, was ein jahrelanger Prozess mit einer Familie macht, eine einfache Idee als vollwertige Erfindung.

Nachklang: störrisch und ein wenig zermürbend. Zuschauer beschreiben meist eine Mischung aus Respekt für den Helden und Ermüdung an ihm.

October Sky / «Oktoberhimmel» (1999)

Eine Bergarbeiterstadt, 1957, der Start des Sputnik. Ein Schüler beschließt, Raketen zu bauen, und bekommt statt Ergebnissen eine Serie von Explosionen.

Themen: eine Reihe schneller Fehlversuche als Lernform, der Übergang von Begeisterung zu Berechnung, der Konflikt mit dem Vater und mit einem vorgezeichneten Schicksal, die Rolle eines einzigen Lehrers.

Nachklang: warm, nostalgisch, deutlich aufbauend. Einer der Filme, die man erneut ansieht, wenn man an ein Vorhaben glauben muss.

The Boy Who Harnessed the Wind / «Der Junge, der den Wind einfing» (2019)

Malawi, Dürre, eine Familie ohne Geld für die Schule. Ein Jugendlicher baut aus einem Fahrrad und Schrottteilen ein Windrad, nachdem er ein Lehrbuch in der Bibliothek gelesen hat.

Themen: eine Lösung aus dem, was ohnehin da ist, Zugang zu Wissen als Ressource, Erwachsene überzeugen, die einem nicht glauben, Ingenieurwesen unter Überlebensbedingungen.

Nachklang: zunächst schwer, gegen Ende sehr hell. Viele beschreiben ihn als einen Film, der auslaugt und in den letzten zwanzig Minuten belohnt.

The Wind Rises / «Wie der Wind sich hebt» (2013)

Miyazakis Anime über einen Flugzeugkonstrukteur, der schöne Maschinen bauen wollte und Kriegsmaschinen baute.

Themen: die Verantwortung für die Verwendung des Geschaffenen, die Schönheit eines technischen Objekts, der Traum und sein Preis, Arbeit als Form der Liebe und als Form der Flucht.

Nachklang: schmerzhaft, schön, mit langem Nachhall. Der melancholischste Film dieses Teils; Zuschauer nennen ihn oft still herzzerreißend.


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